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Prof. Dr. Oded Löwenbein verstorben

Prof Dr. Marc Ant, Dekan
Prof. Dr. Klaus Deimel, Prodekan
Prof Dr. Bernd Ebel, Vorsitzender des Fachbereichsrates
Prof. Dr. Wilhelm Schneider, Vorsitzender des Prüfungsausschusses
HS Bonn-Rhein-Sieg, Fachbereich Wirtschaft Rheinbach
 

Am 27. November 2009 verstarb nach langer Krankheit im Alter von nur 56 Jahren Prof. Dr. Oded Löwenbein, Lehrstuhlinhaber für Quantitative Methoden an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und langjähriger Dekan des Fachbereiches Wirtschaft in Rheinbach.

Löwenbein wurde 1953 in Haifa geboren und studierte zwischen 1972 - 1982 zunächst Mathematik an der J. W. Goethe Universität in Frankfurt/Main. Nach Abschluss des Diplomexamens 1982 schloss er ein Studium der Volkswirtschaftslehre an, das er 1984 mit dem Diplom Volkswirt beendete.

Diese Dualität zwischen Mathematik und Wirtschaftswissenschaften sollte seinen weiteren Lebensweg prägen. Dies zeigte sich bereits in seiner 1989 angenommenen Dissertation "Einkommensverläufe von Arbeitnehmern unter besonderer Berücksichtigung betrieblicher Seniorität und Arbeitslosigkeit" mit der er 1989 summa cum laude von der J. W. Goethe Universität promoviert wurde.

Aus der Wirtschaftspraxis heraus ereilte ihn 1994 der Ruf der Fachhochschule Harz in Wernigerode, deren Lehrstuhl für Mathematik und Statistik er bis 1997 innehatte. Im gleichen Jahr hatte die junge (Fach-) Hochschule (Bonn-) Rhein-Sieg das Glück, Löwenbein für den Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Quantitative Methoden" gewinnen zu können. Der neue Lehrstuhlinhaber übernahm die Position mit der ihm eigenen Initiative und dem ihm eigenen Engagement. Bereits vier Jahre später - 2001 - wählte ihn der Fachbereichsrat einstimmig zu seinem Dekan, ein Amt, dass er trotz seiner heimtückischen Krankheit 5 Jahre lang ausübte. In seine Amtszeit fällt die erfolgreiche Einführung und Akkreditierung der Bachelor und Master Studiengänge 2003.

Der Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg stellte als einer der ersten Fachbereiche in NRW sein Studienangebot komplett auf gestufte Studiengänge um und erreichte als erster Fachhochschul - MBA Studiengang in NRW die begehrte Akkreditierung für den höheren Dienst.
Auch nach seiner Zeit als Dekan engagierte sich Löwenbein für "seinen" BA-Studiengang, dem er als Studiengangsleiter vorstand. So entwickelte eine Arbeitsgruppe unter seiner Leitung in enger Abstimmung mit den Studierenden ein Curriculum, das die Studierbarkeit des Studienganges erleichterte und es gleichzeitig den Studierenden ermöglichte, zwei Schwerpunktfächer zu belegen. Nicht nur in dieser Arbeitsgruppe sondern auch in seinen Ämtern war ihm stets an einem guten Verhältnis zu den von ihm ausgebildeten jungen Menschen gelegen, die seine offene Art und Zuwendung sehr schätzten. Seine Lehrveranstaltungen waren beliebt, die Studierenden schätzen, dass er auf jeden einzelnen von ihnen einging.
Die Förderung aller Studierenden war ein Herzensanliegen von Löwenbein. Hierzu gehörte auch, dass er dezidiert der Auffassung war, dass auch besonders leistungsstarke Studierende als Botschafter der Hochschule der besonderen Förderung bedürfen. Hierzu brachte er von der Partnerhochschule aus Coastal-Carolina University die Idee eines Exzellenzprogrammes an den Fachbereich, der diese Idee in seinem erfolgreichen Programme for Excellence aufgriff.

Als Forscher widmete sich Löwenbein insbesondere Fragen der Evaluation, die in zahlreichen Veröffentlichungen dokumentiert wurden und in mehreren Symposien u.a. in Rheinbach in der Fachwelt diskutiert wurden. Die akute Verschlechterung seines Gesundheitszustandes ereilte ihn auf dem Weg nach Ungarn, wo er seine Forschungsergebnisse auf einer internationalen Konferenz präsentieren wollte.
Der Umgang mit seiner heimtückischen Krankheit war beispielgebend - Löwenbein arbeitete bis wenige Tage vor seinem Tode unermüdlich für seine Studierenden, für seinen Fachbereich und für seine Hochschule.

Mit Oded Löwenbein verliert der Fachbereich einen profilierten Hochschullehrer und ausgewiesenen Forscher. Vor allem aber verliert er einen Kollegen, dessen Engagement für den Fachbereich unvergessen bleiben wird.

Wir verneigen uns in Ehrfurcht.



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